Spiritualität

Spiritualität und der Glaube

Wie schon beschrieben, war meine Großmutter mütterlicherseits wesentlich daran beteiligt, dass ich schon als Kind eine Art von Spiritualität hatte. Ich wusste, dass es einen Gott gab. Doch dieser Gott war mir immer irgendwie fremd. Auch die Pfarrer im Religionsunterricht, konnten nicht bewirken, dass diese Kluft zwischen Gott und mir wegging.

In meiner Jugend wandte ich mich daher der Ufo-Forschung und der Esoterik zu. Ich nahm Drogen, hörte Rockmusik und hatte ein chinesisches Orakel und sämtliche Ufo-Literatur Zuhause. Dieses esoterische Wissen gab ich zur Belustigung vieler Freunde auch dann weiter, wenn ich gar nicht gefragt worden war. Bei der Bundeswehr nannten mich die Mitsoldaten einfach „Agent“. Diesen Ausdruck entnahmen sie der Mystery-Serie Akte X, von der ich begeistert war.

Als die drogenbedingte psychische Erkrankung dann ausbrach – was u. a. auch auf die magische Betätigung zurückzuführen war – hatte ich keinen sicheren Anker mehr. Mein Weltbild war von magischem Denken geprägt. Das goss zusätzliches Öl in das Feuer der Psychose.

Während dieser Zeit kam ich in Kontakt mit Leuten, die behaupteten Christen zu sein. Instinktiv wusste ich, dass mir nur noch Gott helfen konnte, und ich suchte nach Ihm. Doch die Kluft zwischen mir und Gott war immer noch vorhanden, und ich wusste nicht, wie sie zu überwinden war. So kam ich dann irgendwann durch falsche Handhabung der Bibel, Zeichendeuterei und „christlicher“ Wahrsagerei in Kontakt mit einem Geist, der sich als Gott ausgab. Diese falschen Praktiken hatte ich von diesem Kreis übernommen, und daraufhin war dieser Geist in mein Leben getreten. Doch dieser Geist war nicht Gott, sondern eine dämonische Manifestation. Dieser Dämon bestimmte die folgenden Jahre meines Lebens. Ich drehte komplett durch. Ich meinte, ich wäre ein besonderer Mensch, weil mir ja Gott erschienen sei. Für etwas Besseres hielt ich mich häufig. Ich wurde stolz und arrogant. Der böse Geist prägte nicht nur mein Leben, sondern auch mein ganzes Denken und Handeln. Das anfänglich euphorische Gefühl, durch diesen Geist ausgelöst, versetzte mich anfangs in ein unglaubliches Sendungsbewusstsein. Ich predigte nur noch, stieß andere Leute vor den Kopf, beleidigte sie auch und machte mich lächerlich. Doch nach und nach zeigte sich die hässliche Fratze der Dämonie. Der Geist wollte mich in den Selbstmord treiben.

Ich las daraufhin christliche Ratgeber, christliche Biografien und die Bibel wie ein Besessener. Ich erhoffte mir, dadurch frei von meinen Ängsten und Nöten zu werden. Als ich dann einen Internetanschluss hatte, durchsuchte ich das Internet. Obwohl ich in dieser Zeit noch dämonisch besessen war, eignete ich mir viel Wissen an (von dem ich heute profitiere).

Durch die Hilfe meiner Mutter, anderer Christen und meiner Studien erkannte ich, dass ich einem bösen Geist gedient hatte. Daraufhin wandte ich mich an Jesus Christus, tat Buße, änderte meine alten Denkweisen, meine magisch, okkulten Praktiken, die sich als christlich getarnt hatten, und übergab Jesus Christus mein Leben. Mit dieser Lebensübergabe geschah etwas Entscheidendes: Ich verstand zum ersten Mal die Bibel in richtiger Art und Weise. In der Folgezeit studierte in meiner Freizeit viele Bücher, hörte Predigten und erkundete die Bibel mit System. Vorher hatte ich die Bibel immer als Wahrsagebuch benutzt. Jetzt kam durch Jesus Christus das Licht des Wortes Gottes in meinen Verstand. (Ich will damit nicht sagen, dass ich alles verstehe. Jedoch verstand ich mehr als alle vorangegangenen Jahre zusammen.)

Das alles war nicht mein Verdienst, sondern der alleinige Verdienst von Jesus Christus. Jesus Christus ist heute noch genauso lebendig wie vor 2000 Jahren. Er ist nur ein Gebet weit entfernt. Weil er am Kreuz die Sünden auf sich nahm, kann jeder, der sich an Ihn wendet, das ewige Leben bekommen. Wer Ihn in sein Leben lässt, dessen Leben wird von Grund auf verändert. Das geschieht allmählich und ist ein lebenslanger Prozess. Bin ich heute vollkommen? Nein! Auf gar keinen Fall. Ich habe immer noch viele negative Charaktereigenschaften und Sünden. Jedoch werden mir diese jetzt klar! Ich kann sie bekennen, umdenken und mein Leben ändern. Das muss ich täglich tun! Jesus Christus hilft mir dabei.